Sprache der Empathie

Vermutlich werden die meisten Leser dieses Kurses sich in dieser Sprache am meisten zu Hause fühlen.

Denn wenn wir die Sprache der Empathie sprechen, dann geht es immer um die Gemeinschaft, um das Wohl aller, um Toleranz und Mitgefühl, um Ganzheitlichkeit.

Viele würde sie auch die Sprache des Herzens, die Sprache der Verbundenheit, die Sprache der Liebe und der Versöhnung nennen.

Sie drückt ganz oft die Schönheit des Universums und der Natur, die Verletzlichkeit der menschlichen Seele und die Schöpferkraft des Miteinanders aus. Co-Creation ist ein moderner und gängiger Begriff dafür.

Die empathische Sprache baut Grenzen ab und schafft Win-Win-Momente.

Ein wahrer Schatz für die Menschheit!

Und genau hier liegt ihre Schwäche.

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Sprache der Empathie 1

Woran erkennen wir diese Sprache?

Typische Sätze sind:

"Alles ist eins"

"Wir sind alle göttliche Wesen."

"Ich kann Dich fühlen."

"Ich esse keine tierischen Produkte."

"Gemeinsam erreichen wir mehr!"

"Wenn wir die Natur zerstören, zerstören wir uns selbst!"

Die empathische Sprache will verbinden. Sie will statt "entweder oder" ein "Sowohl als auch". Das ist im Ansatz natürlich auch überhaupt nicht verkehrt.

Die empathische Sprache sucht die Lösung dafür im Kompromiss. Es muss doch eine gute Lösung für ALLE Beteiligten geben. Sie kann das "Sowohl als auch" eher schlecht nebeneinander stehen lassen, sondern will lieber die goldene Mitte aus Beidem finden.

Überhaupt ist die goldene Mitte der Gelassenheit und Akzeptanz das höchste Ziel.

Das führt dazu, dass sich in Kreisen mit rein empathischer Sprache kaum mehr jemand polarisierend äußert. Die verwendete Sprache schrumpft auf ein Minimum an mehr oder weniger gleichklingenden Phrasen, die nurmehr wenig aussagen.

Und genau deswegen schreiben so viele Menschen, die sich vorzugsweise in dieser Sprache ausdrücken, irgendwann nicht mehr berührend. Um nicht zu sagen langweilig.

Das ist die Falle der empathischen Sprache.

Wie geht die Integration?

Andererseits gibt es auch Menschen, die Empathie immer noch als Gefühlsdusselei abtun. Hier tun sich dann großen Gräben auf. Auf der einen Seite stehen Menschen, die den wissenschaftlichen Belegen folgen:"Zeig mir eine Quelle." Auf der anderen Seite stehen Menschen, die ihrem Gefühl folgen: "Mein Herz hat gesagt..."

Keine Seite sieht, dass Beides nur die halbe Wahrheit ist und jede von Beiden sich selbst etwas Wertvolles verschließt.

Die Lösung ist: Offenheit - auf beiden Seiten. 

 

Die Sprache der Empathie ist eine wundervolle Sprache, sofern sie sich selbst nicht erhöht und die weniger empathischen ausschließt.

Wenn Du mehr dazu lernen bzw. die Sprache üben willst, empfehle ich Dir den Kurs "Berührend schreiben lernen", den Du im Kursbereich findest. In diesem Kurs kannst Du anhand einer Reise durch die 6 Bewusstseinsebenen jede Sprache mit einer Schreibübung vertiefen.